Zum Nachdenken und Lachen
„Ich bin das Volk“
Freitag, 06. November 2026 * Beginn: 20:00 Uhr * Eintrittspreis: € 25,00
Foto: Dominic Reichenbach www.severin-groebner.de
Ein Regierungsprogramm
Der kleine Mann auf der Straße, das ist immer noch ein Mensch wie du und ich.
Fragen wir ihn also: Warum ist der kleine Mann eigentlich immer auf der Straße? Hat er kein Zuhause? Und wie klein ist er genau? Strebt das Volk eigentlich immer nach Größe, weil es aus lauter kleinen Männern besteht?
Was will das Volk eigentlich? Weiß es das überhaupt? Oder was es ist? Gibt’s neben dem Volkswillen auch ein Volkswissen? Und was sagt man dem Volk? Außer: Folgts!
Jetzt gibt es einen, der weiß das alles und hat ein Regierungsprogramm gemacht. Schließlich ist das Volk der Severin! Oder Souverän? Egal. Das wird volklich eine volkenreiche Begegnung. Mit volkigen Begründungen. Hier bleibt nichts volkenlos. Vollkasko verunsichert sozusagen. Dafür gibt’s Vollkornbrot und Spiele. Denn hier kommt ein Autokrat zum Knutschen.
Einer, bei dem die Willkür vor der Pflicht kommt.
Eben einer wie du und ich.
Auszeichnungen:
Der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist (darunter Salzburger Stier, Deutscher Kleinkunstpreis, Österreichischer Kabarettpreis) erhielt 2022 den Dieter-Hildebrandt-Preis.
Politische und kabarettistische Wertarbeit!
Propaganda á la carte oder Bye, bye democrazy
Freitag, 13. November 2026 * Beginn: 20:00 Uhr * Eintrittspreis: € 25,00
Foto: Klaus Polkowski www.matthiasdeutschmann.de
Der amerikanische Kapitalismus fühlt sich nicht mehr wohl in seiner Demokratie. Die natürliche Intelligenzbestie Peter Thiel hat sein unternehmerisches Unbehagen auf den Punkt gebracht: „Ich glaube nicht mehr daran, dass Freiheit und Demokratie kompatibel sind.“ Peng! Gesucht wird eine Alternative zum realexistierenden Staatswesen, mit seiner wuchernden Bürokratie, seinen deprimierenden Regularien, seiner Geldverschwendung und seiner mangelnden Effizienz. Das riecht nach Revolution und eines ist gewiss: sie kommt nicht von links!
In Deutschland haben wir eine marode Hauptstadt, eine vergammelte Infrastruktur und ein kaputtes Rentensystem. Stimmt. Aber es gibt die Rheinische Lebensversicherung: „Et kütt, wie et kütt und hätt noch emmer joot jejange“. Kann es sein, dass uns diese Versicherung gekündigt hat? Wir sollten darüber reden!
Wer noch politisches Kabarett machen will, der hat es mit einer Überdosis an toxischen Themen zu tun. Das Ende der Welt, wie wir sie kannten, galoppiert heran und natürlich ist es die vornehmste Aufgabe des Kabaretts, den einen oder anderen apokalyptischen Reiter aus dem Sattel zu schießen. Das Publikum hat ein Recht auf gute Unterhaltung!
In Deutschland rattert die Reichsgeisterbahn durch die Köpfe. Ein gefühltes 33 steht vor der Tür. Aber wer wird Germany’s next top modell? Welcher traumatisierter Weltkriegsvegetarier erfüllt sich diesmal seinen Lebenstraum? Oder muss es endlich mal eine Frau sein?
Ich treffe Volksvorsorge und habe einen Verein gegründet: „Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat e.V.“ Sie können Mitglied werden. Wir machen Schießtraining in der Schweiz, haben eine Ethikkommission und benutzen eine Führerfrüherkennungssoftware aus eigener Herstellung.
Passen Sie gut auf sich auf: Es gibt noch was zu lachen!
Aus der Presse:
„Deutschmann – das ist satirische Wertarbeit, jedes Programm ein Höhepunkt politischen Kabaretts …“ (Süddeutsche Zeitung)
Wie die Alten sungen, so…
„Boaznklassik“
Freitag, 20. November 2026 *Beginn: 20:00 Uhr * Eintrittspreis: € 25,00
Foto: Jakob Schreneker www.nouwell-cousines.de
Was die Well-Cousinen Maria und Maresa, Cousin Matthias und ihr Kompagnon Alexander Maschke fabrizieren, ist nicht die „Haute Cuisine“ des Gaumens, sondern der Musik. In einem spritzigen Crossover von Volksmusik über freche Lieder bis hin zu klassischen Stücken bieten diese jungen Künstler – zu drei Vierteln dem Suppentopf der Familie Well entsprungen - dem Zuhörer alles, was er sich von einem musikalisch hochwertigen Menü erhoffen kann. Spielfreude, Virtuosität und Vielseitigkeit bestechen. Talent, Bühnenlust und Humor hat ihnen die Musikerfamilie Well mitgegeben. In ihren Liedern behandeln sie gesellschaftskritisch und humorvoll Themen ihrer Generation – ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Der Spaß an der Freud steht im Vordergrund.
Die Ideen zu ihren Texten und ihrer Musik holen sie sich in ihrer Stamm-Boazn* – dem Johannis Café: ein Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen und G’sichter. Hier sitzen Studenten, Bierdimpfel, Hipster, Rentner, Akademiker und Handwerker zu jeder Tages- und Nachtzeit zusammen und schwadronieren über das Leben.
*Boazn
„Ein menschlich warmer und angenehmer Ort, an dem sich Gestalten aller Couleur treffen ... wo es menschelt und die Unhygiene mit Großzügigkeit gepflegt wird.“ (Gerhard Polt)
Best Ager in der Blüte des Verfalls
„Ich hatte mich jünger in Erinnerung“
Freitag, 27. November 2026 * Beginn: 20:00 Uhr * Eintrittspreis: € 25,00
Foto: Harald Hoffmann www.gerzlich.de
Hans Gerzlich ist entsetzt, als er plötzlich feststellt, dass er im gleichen Jahr geboren ist wie ... alte Leute. In den Werbepausen seiner Lieblingssendung werden keine verführerischen Aftershaves und rasanten Sportwagen mehr angeboten, sondern Granufink, Voltaren und Wärmepflaster.
Außen 50, innen 20, fragt er sich: „Wann fängt das Leben endlich an?“ Da schneit aber schon wieder die „Persönliche Renteninformation“ ins Haus. Der frisch gebackene Best Ager hat ausgerechnet: Wenn er mit 67 in Rente geht, kann er davon recht komfortabel leben - für elf Tage. Deshalb hofft er auf Erhöhung des Flaschenpfands.
Aber auch über das Verdrängen des eigenen Ablebens denkt er nach. Über verpasste Chancen, dafür zunehmende Gelassenheit, wie eine neue Altersethik aussehen müsste und welche Sprache er am besten noch lernt, um sich später mit seiner Pflegekraft verständigen zu können.
Bei diesem Kabarettprogramm werden Sie sich kringelig lachen, wenn Sie 50 sind, mal 50 waren - oder vorhaben, irgendwann 50 zu werden. Aber Achtung: Sie werden anschließend schon wieder zwei Stunden älter sein und etliche Lachfalten mehr haben.